Projekte
2x2=4?
«Findet mich das Glück?» ist ein kleines Buch von Peter Fischli und David Weiss in dem Fragen gesammelt sind, wie zum Beispiel:
- Verdient die Wirklichkeit dieses Misstrauen?
- Schlummert etwas im Verborgenen?
- Gibt es zuviel des Guten?
- Kann man alles falsch machen?
- Gibt es die Welt auch ohne mich?
- – Oder eben: Findet mich das Glück?
Diese Fragen sind, lässt man sich darauf ein, ein tiefgründiger Spiegel unserer Existenz und können dementsprechend hinterhältig und lästig sein, jedenfalls sind sie kaum schlüssig zu beantworten.
macht 2 x 2 wahrscheinlich 4?
Wir wählen einige der Fragen, subjektiv, nach «sinnlichem oder intellektuellem Reiz». Diese dienen uns nun als Kristallisationskeime, an die sich unsere Gedanken heften. So beginnt das Spiel – also:
- Macht 2 x 2 wahrscheinlich 4?
- Wandern die Seelen?
- Ist Hunger ein Gefühl?
- Ist alles in meinem Kopf?
- Wird die Freiheit der Vögel überbewertet?
- Darf etwas nicht wahr sein?
..., ein Tanzsolo über die «wirklich wichtigen Fragen des Lebens».
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ich sah · das Unsichtbare · in meinen Augen
ich sah was ich · unsichtbar · glaubte
ich sah all das, · und das sah man · in meinen Augen
Es sind diese Worte von Rémy Zaugg, die sich in meinen Gedanken festgesetzt haben, die mir zeigen wollen was ich so nicht sehen kann,
also; ich schliesse meine Augen, und ich schaue.
- Produktion DOU 2008
- Koproduktion Theater Tuchlaube Aarau
driften
«clearing» ist ein Musikalbum für Gitarre solo von Fred Frith. Sich ganz auf diese Musik einzulassen, in den Klängen zu treiben, sich darin zu verlieren, in einem assoziativen Prozess Formen des Ausdrucks zu finden die jenseits der bekannten Erfahrungen liegen, dies war der Anspruch mit dem die Arbeit begann.
im Merz
«Merz bedeutet Beziehungen schaffen, am liebsten zwischen allen Dingen der Welt»
– das war das Ziel aller Merzkunst und das naheliegende Verfahren, dieses Ziel einzulösen, bot die Technik der Collage. Merzen setzt Gewichte und stellt Balance zwischen den Dingen oder Materialien her, formt Rhythmen und läßt Formen wachsen. Merzen verwandelt den Sinn der Dinge, indem es sie erst zu Materialien degradiert, sie damit von ihren alten Bedeutungen befreit und dann in neue Zusammenhänge stellt. Merzen ist das Bekenntnis zu Vieldeutigkeit und Unfertigkeit und verlangt das konsequente immer–weiter–formen mit den gerade zur Verfügung stehenden Mitteln. – Kurt Schwitters
paradise
Jim Jarmusch′s Film «Stranger than Paradise» erzählt vom Weg dreier seltsam abwesender Menschen durch Amerika, einer Reise von New York über Cleveland weiter nach Florida, auf der Suche nach einem Ort wo alles besser sein wird.
Es ist diese einfache Erzählung die uns das Motiv gibt, uns zur Suche auffordert. Die minimalen Bilder in schwarzweiss, die reduzierten und präzise verwendeten Mittel machen diesen Film «übersichtlich» und geeignet zum «Recycling». Aus diesem «Recycling» gewinnen wir das Rohmaterial mit dem wir arbeiten. Wir prüfen dieses Material auf seine Eigenschaften, brechen die Bilder und Klänge auf, suchen nach verborgenen Strukturen und erarbeiten so die Themen über die wir Variationen legen können. In einem Kaleidoskop von Bewegungen, Bildern und Tönen skizzieren wir auf der Bühne unser Bild dieser «anderen Welt», suchen nach der unmittelbaren Kraft, nach dem intensiven Erleben und versuchen so ein Stück vom «Paradies» zu greifen.
- Produktion DOU 2005
- Koproduktion Tanzhaus Wasserwerk Zürich
wir uns nicht nicht gleichen sind...
«Denn anders als ich, haben diese einzelnen Worte ihren Kontext abgelegt, sie gehen auf die freie Suche, ohne Belastung von dort, woher sie kommen. Dann stecken sie auch meinen Kontext an und es ist zum lachen. In diesem Kopfstand knirscht der Hintersinn ihnen wie Zucker im Mund.» Herta Müller
«wir uns nicht gleichen sind wir, drei Schritt dieselben»
- Produktion DOU 2003
- Koproduktion Theater Tuchlaube Aarau, Tanzhaus Wasserwerk Zürich